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Auf dieser Seite halten wir einige in der lokalen Presse veröffentlichten Berichte für Sie bereit. (Teilweise auch ungekürzt)
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!
Bericht für Südkurier, Ausgabe Ravensburg:
Gerd Wirthensohn 65 Jahre aktiv im Ravensburger Harmonika-Orchester
Ein fast unglaubliches Engagement für das RHO Bruno Gross e.V. wurde anlässlich des Jahresrückblick 2010 durch den 1. Vorsitzenden Oliver Sessler gewürdigt. Gerd Wirthensohn, ein Urgestein der Harmonika-Musik, nicht nur als Orchesterspieler selber, auch zusammen mit seiner Frau Rosemarie, ein versierter Unterhaltungsmusiker, trat mit dem Wiederaufbau 1945 dem 1933 von Bruno Gross gegründeten Orchester bei. Stationen seines Wirkens spiegeln sich in den Erfolgen des Orchesters: Internationale Wettbewerbe, Konzert-Tourneen in den 50/60er Jahren durch Italien im Rahmen des italienisch-deutschen Kulturaustausch inklusive der Privataudienz bei Papst Pius XII, unzählige Konzertreisen in fast allen europäischen Ländern, nicht zu vergessen die vielen Fest-, Kur- und Promenadenkonzerte in Ravensburg und im gesamten oberschwäbischen Raum.
Seine aktive Orientierung zum Orchester und zur Harmonika-Musik hatte aber auch persönliche Konsquenzen. Hier lernte er auch seine Frau kennen und seine Kinder traten ebenfalls in die musikalischen Fußstapfen der Eltern.
Mit einem besonderen Dank würdigte Oliver Sessler diese Lebensleistung für die Musikkultur mit einem netten Geschenk und einer Bitte: Seine Verbundenheit mit dem Orchester möge er weiterhin mit seiner Frau noch viele Jahre weiter pflegen und mitgestalten.
Für nicht viel weniger Jahre aktiver Mitgliedschaft wurden Margrit Coxmici (45 Jahre) geehrt. Besonders hervorgehoben wurde Ihr Einsatz mit einem Instrument, das als eine Weiterentwicklung des Akkordeons mittels der elektronischen Tongestaltung gesehen wird, dem Hohner-Elektronium. Dieses Instrument ist heute im Akkordeon-Orchester nicht mehr wegzudenken und bedarf einer gefühlvollen wie auch einer spezifischen Spieltechnik, die sie mit z.T. spezifisch-virtuosen Soloeinsätzen zu einem runden Orchestersound begleitete und meisterte.
Ein herzliches Dankeschön ging auch an Lydia Bulling, die auch 25 Jahre aktive Mitgliedschaft zurückblicken kann. Besonders wurde ihr unermüdliches Engagement für das Juniorenorchester gewürdigt, das schließlich die Basis eines Vereins für die Zukunft ist. Auch sie hat als stadhafte Säule des Orchesters die vielfachen Erfolge mitgestaltet und darf zusätzlich mit Ihrem breiten Humor zur inneren Führung gezählt werden.
In seinem Jahresrückblick bedankte sich Oliver Sessler auch bei allen Mitwirkenden, Musikerinnen, Musiker und Dirigent, die in 2010 ca. zwanzig Konzerten mit intensiver Probenarbeit unter der fast 30-jährigen musikalischen Leitung von Dieter Scholz erfolgreich aufführten.
Schwerpunkt des musikalischen Programms waren in den vielen Kirchenkonzerten die wiederaufkommende Barockmusik, die z.T. bereits vor über 50 Jahren von Bruno Gross für Akkordeon-Orchester arrangiert wurde. Einige Kirchenkonzerte gingen zugunsten einer sozialen Einrichtung, die mit einem geachteten vierstelligen Betrag unterstützt werden konnte.
Höhepunkt für 2010 war die Konzertreise zur Partnerstadt Ravensburgs, nach Coswig/Dresden und weiter nach Prag, bei der besonders in der Perter- und Pauls-Kirche und auf dem Gellertberg mit eindrucksvollen Gemeinschaftskonzerten mit dem Chor Coswig/Weinböhla die 20-jährige Partnerschaft gefestigt und konstruktiv gelebt wurde.
Der Ausblick auf 2011 konzentriert sich nun auf das Frühjahrskonzert am 10. April 2011 um 17:00 h im Konzerthaus in Ravensburg.
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Bericht Schwäbische Zeitung
(Ausgabe Friedrichshafen - 28.10.2010)
Die Kirche summt zu "Amazing Grace"
Friedrichshafen / sz Das Ravensburger Harmonika-Orchester Bruno Groß hat in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Schnetzenhausen gespielt. Unter der Leitung von Dieter Scholz gab das Orchester vor vollem Haus klassische Kompositionen zum Besten.
Zur Aufführung kamen unter anderem von Georg Friedrich Händel die "Suite in D-Dur", aus der Wassermusik "Air" und "Hornpipe", wie auch Händels berühmtes "Largo", das der Ravensburger Alfons Holzschuh für Akkordeon-Orchester sehr gefühlvoll bearbeitete. Werke von Joh. Sebastian Bach, etwa das "Air" aus der 3. Orchester Suit in D-Dur wie auch von Bach jüngstem Sohn, Joh. Christian Bach, die "Sinfoniea in D-Dur" waren genussvolle Höhepunkte in der akustisch hervorragenden Kriche. Natürlich durfte auch das "Ave Maria" von Bach/Gounod nicht fehlen, das zur bekanntesten und romantischsten Musik der Klassik gezählt wird.
Passt Akkordeon zur Klassik?
Akkordeon und klassische Musik, für viele ein Fragezeichen; diesem Vorurteil wurde durch dieses Kirchenkonzert in überzeugender Weise widersprochen. Für die Barockmusik mit den typischen dynamischen und schnellen Tonfolgen ist das Akkordeon-Orchester technisch und vom Klangbild hervorragend geeignet. Dieter Scholz setzte in der Registrierung überwiegend eine klangschöne Flöten-/Orgelorientierung ein, mit einem füllenden und weichen Bass; und er dirigierte sein auf sehr hohem Niveau spielendes Orchester sicher durch den Abend. Peter Stephan moderierte das Konzert in gewohnt lockerer und sympathischer Art.
Das Publikum in der voll besetzten Kirche war begeistert von der Aufführung. Manch einem lief bei "Ave Maria" ein Schauer über den Rücken. Als dann das Orchester "Amazing Grace", ein Lied mit religiösem Hintergrund, als Zugabe spielte, summte das Publikum leise mit.
"Das war ein wunderschöner Abend, eine bleibende Erinnerung - hoffentlich spielen Sie bald wieder bei uns", baten viele Besucher der voll besetzten Kirche St. Peter und Paul in Schnetzenhausen.
(Erschienen: 28.10.2010)
Bericht Schwäbische Zeitung
(Ausgabe Friedrichshafen - 11.11.2008)
Jubilierende Akkordeons verzaubern die Atmosphäre
FRIEDRICHSHAFEN (hkr) Mit klassischen Werken hat das renommierte Ravensburger Harmonika-Orchester Bruno Gross unter Leitung von Dieter Scholz die Zuhörer in der vollen Kirche St. Peter und Paul in Schnetzenhausen erfreut. Unter den Gästen war auch Pfarrer Dieter Kramer.
Festlich gestimmte und jubilierende Akkordeons verzauberten die intime Atmosphäre im kleinen Kirchenschiff. Alle Stimmen und Tonlagen der 23 Musiker waren hervorragend besetzt. Mit der Suite in D-Dur von Georg Friedrich Händel glückte der festliche Auftakt. Auch "Air und Hornpipe" aus der berühmten "Wassermusik" von Händel begeisterte das Publikum. Neben Händel mit dem "Einzug der Königin von Saba" und "Largo" gelangten noch Werke der Altmeister Georg Philipp Telemann ("Sonata in D-Dur"), Tommaso Albinoni ("Adagio") und Johann Christian Bach mit "Sinfonia in B-Dur" zur Aufführung.
Spenden für Kindergarten
Der stimmungsvolle Konzertabend, dessen freiwillige Spenden dem Kindergarten Maria Schutz zugute kommen, wurde durch die Kompositionen von Johann Sebastian Bach, "Präludium Nr.", Matyas Seiber, "Präludium und Fuge in a-Moll", Jeremiah Clarke, "Trumpet Voluntary" und "Altitalienisches Madrigal" von C. Gesualdo da Venose abgerundet.
Bereits im Sommer war das Ravensburger Harmonika-Orchester im Pfarrgarten von Schnetzenhausen aufgetreten und hatte die Herzen der Gemeindemitglieder gewonnen. So entstand die Idee zu diesem Kirchenkonzert. Das Harmonika-Orchester, das 1933 von Bruno Gross gegründet worden war, feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Jubiläum. Auf Konzertreisen im In- und Ausland wurde es stürmisch gefeiert. Unter der Leitung von Dieter Scholz verbuchte das Orchester viele Erfolge, beispielsweise die Bezirksmeisterschaft Bodenseekreis und den 1. Preis beim internationalen Wettbewerb für Akkordeonsolisten und Orchester im italienischen Castelfidaro. Für das Harmonika-Orchester ist es eine Verpflichtung, das Lebenswerk seines Gründers Bruno Gross auf höchstem Niveau fortzuführen.
Bericht Schwäbische Zeitung - April 2008
Bei der Mitgliederversammlung des Ravensburger Harmonika-Orchesters Bruno Gross e.V. wurde Oliver Sessler in seinem Amt als 1. Vorsitzender erneut bestätigt. Er wurde einstimmig für weitere zwei Jahre gewählt. Neu gewählt wurde die 2. Vorsitzende Lydia Bulling.
Lydia Bulling ist seit vielen Jahren im Orchester aktive Spielern.
Sie hatte bisher das Amt der Jugendleiterin inne.
In Ihrem Amt bestätigt wurden die Kassiererin Anja Cosmici, die Beisitzerin Margit Wagner und die Schriftführerin Tatjana Sessler.
Das Ravensburger Harmonika-Orchester kann auf sehr aktive und erfolgreiche zwei Jahre zurückblicken.
Ein Frühjahrskonzert zusammen mit dem Jugendblasorchester der Musikschule Ravensburg, ein Konzert mit dem befreundeten Akkordeonorchester aus Auggen sowie diverse Konzerte in der Region.
Höhepunkt waren aber sicherlich die Konzertreisen nach Baden-Baden und Auggen sowie in die Ravensburger Partnerstadt Varazdin / Kroatien.
Auf der 9-tägigen Konzertreise hatte das Orchester Auftritte in und um Varazdin. Nicht zu vergessen sind auch die Auftritte beim letztjährigen Landesmusikfestival in Ravensburg.
In diesem Jahr feiert der Verein seinen 75. Geburtstag. Dieses Jubiläum wird Anfang Mai kräftig gefeiert.
Am 02.05. findet im KuKo in Weingarten eine große Geburtstagsgala mit befreundeten Vereinen aus Ravensburg, Baden-Baden, Coswig und Moskau statt.
Am darauffolgenden Tag gastiert die
Timbre Russian Accordian Group aus Moskau im Konzerthaus in Ravensburg.
Die 1982 gegründete Gruppe besteht aus fünf promovierten Solisten. Die Profimusiker spielen einzigartige Instrumente, die eigens für das Esemble hergestellt wurden.
Daneben plant das Orchester im Jubiläumsjahr eine Messe musikalisch zu gestalten.

auf dem Bild sind von links nach rechts:
Anja Cosmici, Margit Wagner, Tatjana Sessler, Lydia Bulling, Oliver Sessler
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Harmonika-Orchester reist nach Coswig und Prag
Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 11.04.2010
RAVENSBURG / sz Beim Ravensburger Harmonika-Orchester Bruno Gross greift das Reisefieber um sich. Mit einem Besuch in Coswig und der Weiterreise nach Prag sind große Konzertauftritte verbunden, für die jetzt schon fleißig geprobt wird. Die Vorbereitung dieser Fahrt beherrschte auch die Mitgliederversammlung des Vereins.
Ehe über die große Fahrt gesprochen wurde, standen bei der Mitgliederversammlung des Vereins aber die Regularien an. So gab es Wahlen, die erwartungsgemäß aber wenig Veränderungen brachten. Im Harmonika-Orchester ist man mit der Vorstandschaft zufrieden, und so wurde der Erste Vorsitzende Oliver Sessler im Amt bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurde seine Stellvertreterin Lydia Bulling. Das Amt des Kassiers wird künftig von der bisherigen Schriftführerin Tatjana Sessler ausgeübt. Als Schriftführer wurde Peter Stephan neu gewählt.
In seinem Bericht blickte Sessler auf zwei sehr aktive und erfolgreiche Jahre zurück. Im Jahr 2008 feierte der Orchesterverein sein 75-jähriges Bestehen mit zwei großen Jubiläumskonzerten in Ravensburg und Weingarten. Daneben spielte das Harmonika-Orchester bei diversen Kurkonzerten auf, und es war bei mehreren Kirchenkonzerten zu höhren.
Auch 2009 standen insgesamt zehn Auftritte im Terminkalender.
Ehre, wem Ehre gebührt; und dafür ist eine Mitgliederversammlung immer der passende Rahmen. Dieses Mal wurden Gisela Bulling, Susanne Jäger, Daniela Köckert und Margit Wagner für je 15 Jahre und der 1. Vorsitzende Oliver Sessler für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft gewürdigt. Sessler wurde dabei die silberne Ehrennadel des Deutschen Harmonika-Verbandes verliehen.
Musizieren mit "Dalibor"
Im Moment laufen die Vorbereitungen für die Konzertreise an Pfingsten in die Ravensburger Partnerstadt Coswig auf Hochtouren. Seit dem Mauerfall vor 20 Jahren pflegt das Ravensburger Harmonika-Orchester Bruno Gross die Freundschaft mit der Chorgemeinschaft Coswig-Weinböhla. Auf dem Programm stehen dort unter anderem ein gemeinsames Kirchenkonzert sowie die Teilnahme beim Pfingstsingen auf dem Gellertberg.
Von Coswig wird das Orchester nach Prag weiterreisen. Dort sind Konzerte in einem Seniorenheim sowie ein Kirchenkonzert zusammen mit dem Prager Akkordeonorchester "Dalibor" geplant. Für diese Reise sind noch Plätze frei. Wer Interesse hat, kann sich mit dem Vorsitzenden Oliver Sessler unter der Telefonnummer ... in Verbindung setzen.
(Erschienen: 11.04.2010; Quelle: http://www.schwaebische.de/region/oberschwaben/ravensburg/stadtnachrichten-ravensburg_artikel,-Harmonika-Orchestert-reist-nach-Coswig-und-Prag-_arid,4081121.html)
Bericht Südkurier
(Ausgabe Friedrichshafen - 11.11.2008)
Applaus für Barockmusik aus einem Guss

Festliche Barockmusik spielte das Harmonika-Orchester Bruno Gross in der Kirche St. Peter und Paul in Schnetzenhausen. Am Ende dankten die Musiker und der Dirigent für den Applaus.
Foto: Wörner
Ein Kirchenkonzert ganz im Zeichen des Barock gab das Ravensburger Harmonika-Orchester Bruno Gross in der Kirche St. Peter und Paul in Friedrichshafen-Schnetzenhausen. Unter der Leitung von Dirigent Dieter Scholz füllte das Orchester mit Musik von Händel, Bach, Albinoni und Telemann den Kirchenraum.
Mit der Suite in D-Dur von Händel gelang ein fulminanter Auftakt. Ein weich schmelzendes Legato, mit Hingabe gespielt, leitete „Air und Hornpipe“ aus Händels „Wassermusik“ ein. Temporeich ließ das Orchester die barocken Klänge in der Bearbeitung von E.C. Frohloff in ihrer ganzen Vielstimmigkeit hören. Auch die Sonata in D-Dur von Georg Philipp Telemann meisterten die Musiker mit großer Dynamik. Besonders bei den leisen Tönen des Largo zeigten sie ihre Sensibilität. Leicht und tänzerisch klang das Vivace und die Zuhörer konnten sich gedanklich in den Garten eines Barockschlosses begeben, um zu lustwandeln oder im Spiegelsaal des Schlosses ein Menuett zu tanzen.
Auch das Adagio aus dem Concerto in B-Dur von T. Albinoni lud zum Träumen ein. Was in der Originalkomposition von der Violine gespielt wird, übernimmt im Akkordeonorchester die erste Stimme. Wie Vogelgezwitscher klang sie beim Andante der Sinfonia in B-Dur von Johann Christian Bach. Mit der „Aria“ von J. Hassler setzten die Musiker einen besinnlichen Kontrapunkt. Bearbeitet wurde diese Komposition von Elfriede Benedix, der ehemaligen Dirigentin und Konzertmeisterin des Orchesters.
An Fanfarenklänge und Flöten denken ließ der „Einzug der Königin von Saba“ von Händel, den die Akkordeonspieler zu einem glanzvollen Auftritt machten. Auch hier passten die Einsätze und die Musiker hörten aufeinander. Mit gelungenem Crescendo und Decrescendo sowie einem Bogen, der sich über das ganze Stück zu ziehen schien, erklang das Largo aus Händels Oper „Xerxes“. Mit „Trumpet Voluntary“, einem festlichen Marsch von J. Clarke, führte das Orchester zurück zum höfischen Leben der Barockzeit und aus den Akkordeonstimmen ließen sich Flöten, Gamben und Cembalo heraushören.
Mit dem Präludium Nr. 1 von J.S. Bach setzte das Harmonika-Orchester einen glanzvollen Schlusspunkt. Nochmals konnten die Gedanken auf Reisen gehen und vielleicht im Inneren ihr ganz eigenes Gebet sprechen. Als Klangkörper aus einem Guss steht das Harmonika-Orchester der Orgel, die sonst das Instrument schlechthin für Bachs Musik ist, nicht nach. Die Zuhörer dankten mit viel Applaus für das gelungene Konzert.
Claudia Wörner
Bericht Schwäbische Zeitung - 05.05.2008
Sachsen singen das Ravensburger Heimatlied
Das Ravensburger Harmonika-Orchester, 1933 von Bruno Gross gegründet, hat am Wochenende sein 75-jähriges Bestehen gefeiert. Ein Gesellschaftsabend im Kultur- und Kongresszentrum (KuKo) in Weingarten und ein Galakonzert im Ravensburger Konzerthaus waren die Höhepunkte des Jubiläums.

RAVENSBURG (sz) Gleich drei verschiedene Akkordeonorchester spielten am Freitag zum Gesellschaftsabend in Weingarten für die Besucher, unter denen sich zahlreiche frühere Orchestermitglieder und ehemalige Schülerinnen und Schüler befanden. Aus der Ravensburger Partnerstadt Coswig in Sachsen kamen die Chorgemeinschaft Coswig-Weinböhla mit Leiterin Annelore Erler und aus Moskau die "Timbre Russian Accordion Group" mit dem künstlerischen Leiter Viacheslav Kuzminskiy zum Gratulieren. Beide Vereinigungen gehören seit Jahren zu den musikalischen Freunden des Ravensburger Akkordeonorchesters Bruno Gross.
Die Begrüßung und den musikalischen Auftakt hatten der erste Vorsitzende Oliver Sessler und das Ravensburger Harmonika-Orchester, Leiter Dieter Scholz, übernommen, bevor die Lichtentaler Handörgler und der Harmonika-Spielring Baden-Baden ihre musikalischen Glückwünsche überbrachten. Die Lichtentaler Handörgler begeisterten mit "Musik aus dem Schwarzwald", wie sie ihr Leiter Artur Hornung ankündigte.
Der Spielring Baden-Baden, dessen Leiter Franz Bogner nicht nur als Dirigent, sondern auch als Sänger auftrat, erntete stürmischen Beifall für Melodien, einstmals von Tom Jones und Harry Belafonte gesungen. Das früher als Konkurrenzunternehmen angetretene Akkordeonorchester Ravensburg mit seinem Dirigenten Siegfried Maier brachte seine Glückwünsche ebenfalls in musikalischer Form dar.
"Mein Ravensburg im Schwabenland", das Ravensburger Heimatlied, sangen die Coswiger auf der Bühne des KuKo und ernteten damit besonderen Beifall, bevor die "Timbre Russian Accordeon Group Moscow", zu der das Harmonika-Orchester Ravensburg seit vielen Jahren intensive Kontakte pflegt, für seine musikalische Leistung zum Finale mit überschwänglichem Beifall bedacht wurde.
Höhepunkt: Peter und der Wolf
Als einer der Höhepunkte des Galakonzerts am Samstagabend im Konzerthaus kann zweifellos die Aufführung des musikalischen Märchens "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew bezeichnet werden. Die Aufführung wurde erstmals vor 40 Jahren von Bruno Gross, dem Gründer des Orchesters für Akkordeon, bearbeitet und aufgeführt. Dieter Scholz hat es erneut überarbeitet und wie damals mit dem Schauspieler Peter Gross, dem Sohn von Bruno Gross, als Sprecher aufgeführt.
Der russischen Gruppe, die mit eigens für sie gebauten Instrumenten südamerikanische und slawische Kompositionen spielten, galt, wie in Weingarten am Vorabend, der nicht enden wollende Beifall der Besucher. Das Finale bildete ein vom Ravensburger Akkordeonorchester und der "Timbre Russian Accordion Group" gespieltes Stück von Sergej Rachmaninow.
(Erschienen: 05.05.2008)
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